Projekte von Sandra Schürmann

Das Fabrik-Ensemble des Museums der Arbeit. Zeuge der Industrialisierung Hamburgs in Barmbek

(Veröffentlichung in der Reihe "Spitzenobjekte der Stiftung Historische Museen Hamburg")

Zwischen Bahnhof und Osterbekkanal, Poppenhusen- und Maurienstraße in Barmbek lag zwischen 1871 und 1954 die Hartgummi-Fabrik der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie. Dieses größte erhaltene gründerzeitliche Fabrikensemble Hamburgs erzählt von der Industrialisierung der Hafenstadt und beherbergt heute das Museum der Arbeit.


PolitCIGs. Die Kulturen des Politischen und die Kulturen der Zigarette. Zur Sprache der Produkte im 20. und 21. Jahrhundert

(Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Der BMBF-Forschungsverbund »PolitCIGs. Die Kulturen des Politischen und die Kulturen der Zigarette« untersucht die materiellen, gesellschaftlichen und politischen Kulturen im Deutschland und Österreich des 20. und 21. Jahrhunderts am Beispiel der Zigarette.

Zum Verbund gehören Historiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Museums der Arbeit in Hamburg sowie Psychologinnen und Psychologen der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU). Die Forschungsarbeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmenprogramm »Die Sprache der Objekte: Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen« seit dem 1. Oktober 2013 für drei Jahre gefördert.


Wohlgefühl und Konsum im 20. Jahrhundert

(Habilitationsprojekt, in Vorbereitung)

Die Werbung für Genussmittel beschwor im 20. Jahrhundert häufig und ausführlich deren Wohlfühlpotential: Wer rauchte, Alkohol trank oder Schokolade aß, tat dies demnach zur Entspannung oder Belebung von Körper und Seele. Heute kennen wir solche Werbebotschaften für Kräutertees und Wellness-Behandlungen, während sie bei Zigaretten, Alkohol und Süßigkeiten eher seltsam wirken oder ohnehin gesetzlich verboten sind.

Hinter diesem diskursiven Wandel stehen, so die Ausgangsthese des Projekts, nicht allein neue Kenntnisse über Gesundheitsgefahren, sondern auch ein grundlegend verändertes Verständnisses von Wohlgefühl. Das Forschungsprojekt rekonstruiert dies am Beispiel des Konsums ausgewählter Produkte. mehr


Low Budget Urbanity

(Mitarbeiterin im Teilprojekt »Billiges Vergnügen in Hamburg«)

Seit dem Sommersemester 2011 baut die Forschungsinitiative »Low-Budget-Urbanität« an der HafenCity Universität Hamburg ein multidisziplinäres Netzwerk mit Forschenden aus den Bereichen Architektur und Städtebau, Ingenieurswissenschaften, Kulturwissenschaften und Sozioökonomie auf, ergänzt durch stadthistorische Forschungsprojekte der Helmut-Schmidt-Universität und des Museums für Hamburgische Geschichte.


Wohin mit der Stadt? Was kann, was will, was soll das Hamburg Museum?

(Kuratorin)

Ausstellung vom 25. April bis 30. Juni 2013)

Die Sonderausstellung "Wohin mit der Stadt?" im Hamburg Museum stellt in zweifacher Weise die Frage nach den Aufgaben des Museums: Wie lässt sich Hamburg im Museum "sammeln"? Wie und wohin entwickelt sich die Geschichte der Stadt?


Die Werbebranche in Hamburg 1960-2000

(Konzept)

Das Projekt soll die Entwicklung der Werbebranche in Hamburg im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts untersuchen und dabei besonders das Bild der Werber in der Öffentlichkeit, ihren Stellenwert in der Wirtschaftspolitik sowie die Selbstverständnisse ihrer Protagonisten rekonstruieren.


»Joachim und Suzanne Lackner - Überleben im Exil«

(Lehrbeauftragte für Ausstellungsdidaktik)

Seminar und Ausstellung in den Universitätsbibliotheken Hamburg (21. September bis 8. November 2011) und Augsburg (23. November 2011 bis 14. Januar 2012)

Im Rahmen des Praxisseminars »Joachim und Suzanne Lackner - ÜberLeben im Exil« erschlossen Studierende der Geschichts- und Literaturwissenschaft der Universitäten Augsburg und Hamburg den Nachlass von Joachim und Suzanne Lackner. Ziel des Seminars war es, die Lebensgeschichte des vor den Nationalsozialisten aus Deutschland ins Exil geflohenen Paares zu rekonstruieren und zugleich die Beispielhaftigkeit ihres Schicksals aufzuzeigen.


Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma

(Redaktion)

Katalog zur Sonderausstellung im Museum der Arbeit vom 10. September 2010 bis 20. März 2011

Stefan Rahner/Museum der Arbeit (Hg.), Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma, Hamburg 2010

Im Jahr 1923 verlagerten die Reemtsma Cigarettenfabriken ihre Produktionsstätte aus Erfurt nach Altona-Bahrenfeld. Es folgte eine beispiellose Expansion - nicht zuletzt, weil die Reemtsma Cigarettenfabriken unter der Leitung der Brüder Hermann F. und Philipp F. zu einem Pionier des Marketings und der Markenwerbung in Detschland wurden.


Multiple City - Stadtkonzepte 1908-2008 // Hamburg

(Projektleiterin)

Sonderausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, 15. Juli bis 15. November 2009

Von der Gartenstadt-Idee zur »Urban Landscape«, vom Ideal der mobilen Stadt bis zur digitalen »Telepolis«, von der funktionalen zur fragmentierten Stadt, von der globalen »Pleasure City« zur Stadt als Markenzeichen: Es gab und gibt weder die eine Erscheinungsform noch die eine Strategie im Umgang mit der modernen Stadt.

Die Ausstellung »Multiple City - Stadtkonzepte 1908-2008« des Architekturmuseums der TU München dokumentiert diese Vielfalt mit historischen und aktuellen Beispielen aus aller Welt. Davon ausgehend betrachtet das Museum für Hamburgische Geschichte die Entwicklung Hamburgs in den letzten hundert Jahren anhand von Themen, die Bewohner und Stadtplaner vor Ort bewegten und bis heute bewegen: Stadtlandschafts-Entwürfe und Grünflächenplanungen, die (Wieder-)Entdeckung des Zentrums und seiner Milieus, der Wandel städtischer Identitäten und der Umgang mit der Bautradition, neue und alte Konsumwelten sowie Hamburgs Leben am und mit dem (Hoch-)Wasser.


Werbebilder, Produktpolitik und Unternehmenskommunikation der Reemtsma Cigarettenfabriken 1920-1960

(Bearbeiterin)

In diesem Forschungsprojekt wurden die Werbe- und Kommunikationsstrategien der Reemtsma Cigarettenfabriken während der Inhaberschaft der Brüder Hermann F. und Philipp F. Reemtsma untersucht.

Als Quellenbasis diente das Werbemittelarchiv der Reemtsma Cigarettenfabriken, das im Jahr 2004 vom Museum der Arbeit in Hamburg übernommen wurde und die fast vollständige Überlieferung der zwischen 1910 und 2002 produzierten Werbemittel und Selbstdarstellungen, dazu Dokumente zur Markengeschichte und zur Arbeit der Werbeabteilung enthält. Online-Zugang zur Datenbank


Konzeption Historisches Informationssystem HafenCity

(Bearbeiterin)

Wo heute die HafenCity entsteht, hinterließ die Geschichte ihre Spuren: Der Grasbrook war Weidewiese, Hinrichtungsstätte, Handwerkerviertel, Verkehrsknotenpunkt, der Ursprung des modernen Hamburger Hafens. Heute gibt es dort Reste der Hafenarchitektur und -topographie ebenso wie Erinnerungen an den zerstörten Kaiserspeicher oder das Heringskühlhaus, an den Hafenarbeiterstreik und die Deportationen von Sinti und Roma während der NS-Zeit. Kurz: Die HafenCity ist ein Ballungsraum von Gedächtnisorten.

Das Informationssystem soll es Bewohnerinnen und Besuchern, Touristen und Interessierten ermöglichen, die Relikte und Signaturen zu lesen - in Bilder und Informationen ebenso wie mit akustischen Eindrücken.


Historische Kontexte der HafenCity / Überseequartierentwicklung

(Mitarbeiterin)

Studie des Museums der Arbeit, Jan Haack im Auftrag der HafenCity GmbH, Juni 2006

Für das Überseequartier in der HafenCity wurden die historischen Bezüge des Ortes ermittelt und daraus Ideen für Nutzungs-, Gestaltungs- und Marketingkonzepte entwickelt. Die Charakterisierungen, Sinnbilder und Begriffsbündelungen dienten als Empfehlungen, wie dem neuen Viertel durch gezielte Angebote an Einzelhandel, Gastronomie oder Kultureinrichtungen ein eigener Charakter zu verliehen werden könnte.


Stadt Natur. Unterwegs in Hamburger Landschaften

(Projektleiterin)

Sonderausstellung im Museum der Arbeit, 18. März bis 28. August 2005

Bilder aus der Ausstellung


Lehraufträge

Universität Lüneburg / Sozial- und Kulturgeschichte und USAC Germany (seit SoSe 2007), Universität Hamburg / Historisches Seminar (WS 2006/07, SoSe 2006 und seit SoSe 2013), Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg (Herbsttrimester 2011), HafenCity Universität Hamburg / Q-Studies (SoSe 2013)

Virtuelle Ausstellung / Online-Präsentation von musealen Inhalten

Immer häufiger präsentieren Museen Exponate und Inhalte nicht (ausschließlich) in ihren Räumen, sondern (auch) im Internet oder in anderen digitalen Medien. Die zweisemestrige Veranstaltung hat das Ziel, eine Online-Präsentation zu ausgewählten Inhalten zu entwerfen und als Testversion umzusetzen.

Geschichte der Konsumgesellschaft / Consumerism in Germany since 1900

Der Blick auf die Entstehung und Etablierung einer (Massen-)Konsumgesellschaft bietet einen vielschichtigen Zugang zur deutschen Geschichte 20. Jahrhunderts. Im Seminar werden Zugänge und Fragestellungen der Wirtschafts-, Sozial-, Kultur- und Geschlechtergeschichte sowie methodische Grundlagen des Umgangs mit Schrift-, Bild-, Audio- und Filmquellen erörtert.

Werbung im 20. Jahrhundert

Werbung prägt Medien und öffentlichen Raum; Bilder und Sprüche erreichen Kultstatus oder stehen stellvertretend für eine Epoche. Das Seminar untersucht die historische Dimension von Werbung, d.h. insbesondere das Verhältnis von Werbebildern und Alltagskulturen verschiedener Epochen sowie die Entwicklung der Werbewirtschaft.

Kulturgeschichte der modernen Stadt / Introduction to German Urban Studies

Seit dem Jahr 2006 leben mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, und spätestens seit dem 19. Jahrhundert entstand in Städten jene Lebensweise, die wir heute als die moderne europäische kennen. Themen des Seminars sind der Verlauf der Urbanisierung in Europa und außerhalb, die Bedeutung von Identitäten und Grenzen im städtischen Raum, individuelle Aneignung und kollektive Geschichtsbilder sowie die Rolle von Architektur und Stadtplanung.

Quellen und Methoden zur Kulturgeschichte der Stadt

Der Umgang mit Quellen gehört zu den Basisqualifikationen von Historikerinnen und Historikern. Am Beispiel der Urbanisierungsgeschichte lässt sich die Erschließung und Analyse von (schriftlichen, bildlichen, Oral History- und anderen) Quellen, die Entwicklung von Fragestellungen und ihre kulturhistorisch geschulte Analyse beispielhaft einüben.

Geschichte, Geschichtsbilder und Berufspraxis im Museum

Wie vermitteln Museen historische Zusammenhänge - d.h. wie werden die Erkenntnisse von Historikerinnen und Historikern angewandt, in Form gebracht, der Öffentlichkeit präsentiert? Diskutiert werden grundsätzliche Fragen nach Geschichtsbildern und -erzählungen, Darstellungsformen, Museumsobjekten sowie gesellschaftliche Funktionen des Museums.

Geschichte für die Öffentlichkeit / Erwachsenenbildung

Das Seminar erkundet das Berufsfeld der öffentlichen Vermittlung historischer Inhalte am Beispiel von Kursen der Erwachsenenbildung, Stadt- oder Museumsführungen. Ziel ist es, ein Verständnis von Instutionen und Akteuren zu gewinnen, aber auch die eigene Rolle als Historikerin oder Historiker darin zu reflektieren.


VHS-Kurs »Handel und Reisen«

Oktober 2008

"Kolonialwaren" wie Kaffee und Kakao, Schiffe und Seeleute aus aller Welt, die eigene Entdeckungsreise durch das "Tor zur Welt" - Hamburgs Geschichte und die Faszination der Hansestadt sind untrennbar mit der Geschichte von Handel und Reisen verbunden. Der Kurs nähert sich dieser Geschichte Hamburgs an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Schwerpunkten - von der Arbeit im Handelskontor und in der Speicherstadt, zum Kolonialismus und modernen Welthandel, zu den Anfänge des Tourismus. Eine Kooperation der Hamburger Volkshochschule mit dem Museum der Arbeit.